Luxemburg
Zesumme wuessen - CSV. De séchere Wee
3. Zesumme plangen
3.3. Eng Verkéierspolitik, déi d’Leit sou séier an esou effikass wéi méiglech verbënnt
2004 wurde das IVL Dokument präsentiert. Heute, fünf Jahre später, haben sich die Zahlen, die die zukünftigen Verkehrsströme quantifizieren sollen, drastisch verändert; nicht zuletzt durch die Anzahl der Pendler. Die Herausforderungen, die das IVL-Konzept beschrieb, sind die folgenden:
- Die Mobilität der ansässigen Bevölkerung auf der Landesfläche erhalten, während die Einwohnerzahl weiter wächst.
- Immer mehr Personen, die nicht in Luxemburg wohnen, aber tagtäglich herkommen, um hier zu arbeiten, auf eine effiziente Weise zu ihrem Arbeitsplatz und von dort wieder nach Hause transportieren.
Die neuen Arbeitsplätze befinden sich nicht mehr in den Stadtzentren, besonders im Zentrum unserer Hauptstadt. Sie werden in der Peripherie von Luxemburg-Stadt geschaffen, im Landessüden und demnächst in der Nordstadt.
3.3.1. Fir e minimale Modal-Split vu 25/75
Im IVL geht es darum, dieser Realität zu begegnen, im Kontext einer ständig steigenden Zahl von Personen, die in Luxemburg Arbeit haben oder Arbeit finden. Ziel ist es, mindestens 25% aller Transportbewegungen im Land vom öffentlichen Transport bewältigen zu lassen. Auch bei einem Modal-Split von 75/25 bis zum Jahr 2020 (heute bei 86/14) wird der Straßenverkehr insgesamt um 30% sowohl im öffentlichen als auch im Individualverkehr zunehmen. Deshalb ist das Erreichen dieses Modal-Splits unabdinglich, um den totalen Zusammenbruch des Straßenverkehrs zu verhindern.
Nur der öffentliche Verkehr, insbesondere die Eisenbahn ist in der Lage, heute jeden Tag 80'000 und morgen 120'000 oder 150'000 Personen von Zuhause an ihren Arbeitsplatz zu bringen, das heißt ein Viertel des gesamten Verkehrs.
Der öffentliche Transport hat also Priorität. Und im Ausbau vom öffentlichen Verkehr muss die Schiene natürlich die erste Priorität haben. Nur sie kann die nötigen Kapazitäten schaffen. Sie ist das umweltfreundlichste und sicherste Mittel, um den öffentlichen Transport zu organisieren.
Die Schiene ist nämlich die einzige Transportinfrastruktur, die die immer stärker anwachsenden Verkehrsströme von und nach Luxemburg, insbesondere die der stetig zunehmenden Berufspendler, in ökonomischer und ökologischer Hinsicht bewältigen kann. Hier muss der Staat seiner Verantwortung gerecht werden, um den Investitionsrückstand in das nationale Schienennetz zu beheben und somit den Menschen, ob berufstätig oder nicht, moderne, sichere und umweltfreundliche Transportwege und -mittel zu ihrer Arbeit oder Schule und zurück bereitzustellen.
Ein großer Teil des öffentlichen Transports wird dennoch weiterhin über die Straße abgewickelt. Neben der Schiene muss also Raum auf der Straße geschaffen werden, der für den öffentlichen Transport reserviert ist.
Deshalb müssen wir in Hinsicht auf die Großregion die Verbindungsachsen, auf denen die Menschen zur Arbeit und anschließend wieder nach Hause kommen wollen, für mehr Benutzer leistungsfähiger und damit attraktiver gestalten. Daher wollen wir:
- den Neubau der Bettemburger Zugstrecke vorantreiben, zwecks Anbindung an das französische Netz, nicht nur für den TGV;
- die Zugstrecken nach Rodange und Kleinbettingen ausbauen, um diesen Transport schneller und sicherer zu gestalten.
Des Weiteren müssen wir die großen Entwicklungszentren des Landes effizient miteinander verbinden. Das heißt, dass zwischen dem Süden und der Hauptstadt, sowie der Nordstadt direkte Verbindungen vordringlich geschaffen werden müssen. Das gilt vor allem für die direkte Schienenanbindung nach Belval. Es muss eine neue Verbindung zwischen dem zukünftigen Schnellzugbahnhof Cessingen und Belval entstehen. Neben einem Bahnhof auf Belval muss der Zug schnell und oft Esch mit Luxemburg-Stadt verbinden. Das braucht Belval, das braucht Esch, das braucht die Universität auf Belval, das brauchen die Betriebe, die sich dort ansiedeln werden.
Die Entwicklungszentren miteinander zu verbinden, heißt ebenfalls, dass das Straßennetz dementsprechend erweitert wird. Aus diesem Grunde wollen wir die im Entwurf des sektoriellen Leitplans "Transport" vorgesehenen Projekte weiterentwickeln. Die Anbindung des Nordens, sowohl für den öffentlichen wie auch für den Individualverkehr, muss verbessert werden.
3.3.2. Problemfeld Groussraum Haaptstad
Auf dem Territorium der Hauptstadt und in ihrem Umland liegt die zweite große Herausforderung, die vom öffentlichen Transport gemeistert werden muss.
Die größte Anzahl der neuen Arbeitsplätze entsteht in den kommenden Jahren auf Kirchberg, am Findel, auf der Cloche d’Or und im Raum Strassen-Bartringen, also außerhalb der Hauptstadt. Das Stadtzentrum - das entspricht einem gewollten Stadtentwicklungskonzept - wird wieder mehr Wohnfunktionen übernehmen.
Deshalb müssen heute einige Zehntausend und morgen noch mehr Personen in die Randgebiete der Stadt gebracht werden, wo Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn wir diese Personen, die alle auf direktem Weg zur Arbeit wollen, nicht mittels öffentlichen Verkehrs an ihren Arbeitsplatz bringen, dann werden wir das angepeilte Modal-Split nicht erreichen. Um dieses Problem zu lösen, brauchen wir:
- drei neue Bahnhöfe in der Peripherie für die aus den Räumen Thionville, Arlon, Saarbrücken und Trier kommenden Arbeitskräfte;
- die Verbindung dieser Bahnhöfe durch eine Zugstrecke zwischen dem Bahnhof, Findel und Kirchberg;
- die Tram auf dem Territorium der Stadt als Ergänzung des Arsenals von Schienen und Bahnhöfen und zwecks der Feinverteilung der Eisenbahnnutzer auf dem Territorium von Luxemburg-Stadt.
Der öffentliche Transport ist nur dann sinnvoll und attraktiv, wenn er aus Sicht des Kunden optimal funktioniert. Der Passagier muss zu seinem Fahrziel kommen und nicht auf halber Strecke aussteigen oder umsteigen müssen. Deshalb macht die Tram ohne Zugausbau wenig Sinn. Zugausbau und Peripheriebahnhöfe machen ohne Tram auch keinen Sinn. Aus diesem Grund finanziert der Staat einen Teil der Tram. Weil dies im innerstädtischen Transport von Nutzen ist. Doch auch die Hauptstadt muss sich an den Kosten beteiligen.
3.3.3. Och de Stroosseverkéier verbesseren
Wir kommen dem ungeachtet nicht überall mit dem Zug hin. Auch auf der Straße muss der öffentliche Transport begünstigt werden und der Individualverkehr dementsprechend effizienter und auch energiefreundlicher gestaltet werden. Deshalb wollen wir:
- einen Ausbau und die Vernetzung des bestehenden Fahrradnetzes;
- eine Förderung der flexiblen Mobilität mit Rufbus oder Seniorentaxi;
- das Konzept von "Park and Ride" und Busspuren weiter entwickeln und weiter umsetzen;
- geeignete Beförderungsmöglichkeiten für behinderte Mitmenschen (PMR - personnes à mobilité réduite) voll unterstützen, diese regional und effizient organisieren, wohl wissend, dass der so genannte NOVABUS sich mehr als bewährt hat;
- den öffentlichen Transport auf der Straße verbessern, die Rentabilität verschiedener kostenaufwendiger Buslinien überprüfen und gegebenenfalls optimieren;
- die spezifischen Probleme des Individualverkehrs analysieren und Optimierungsmaßnahmen fördern, um den Individualverkehr attraktiver zu gestalten (z.B. durch "covoiturage");
- die "sanfte Mobilität" als gleichberechtigten Partner bei Siedlungs- und Bauprojekten mit einplanen;
- die Ansiedlung umweltfreundlicher Betriebe aus dem Automobilsektor unterstützen u.a. betreffend die Herstellung von Elektromotoren, Lithium-Ion-Batterien oder Brennstoffzellen;
- den Einsatz von umweltfreundlichen Automobilen in den staatlichen Verwaltungen sowie in den Gemeinden begünstigen;
- das Netz der Erdgas-Tankstellen ausbauen und somit die Erdgas-Autos fördern.
3.3.4. Eng besser Sécherheet am Verkéier
Nach wie vor sterben Menschen auf den Straßen. Auch wenn ihre Zahl zurückgeht: jeder ist einer zuviel. Deshalb müssen wir die Verkehrssicherheit laufend verbessern.
Wir wollen:
- die Straßeninfrastruktur in Sachen Sicherheit durch Sicherheitsaudits verbessern;
- die Führerscheinausbildung verbessern durch eine stärkere praktische Sicherheitsausbildung;
- feststehende Radaranlagen an besonders gefährlichen Stellen errichten;
- die Verkehrsopfer besser abischern und wieder in das soziale und berufliche Umfeld eingliedern.
Luxemburg
- i. Intro
- 1. Zesumme schaffen
- 2. Zesummen halen
- 3. Zesumme plangen
- 3.1. Plange fir Wuesstum a Liewensqualitéit an Aklang ze bréngen
- 3.2. Mîr sinn e Motor vun der Groussregioun
- 3.3. Eng Verkéierspolitik, déi d’Leit sou séier an esou effikass wéi méiglech verbënnt
- 3.4. Méi staark Gemengen am Déngscht vum Bierger
- 3.5. Méi nohalteg mat der Energie an der Natur ëmgoen: Eng Äntwert op de Klimawandel
- 3.6. Mir sinn dat wat mir sinn duerch Europa
- 3.7. Mir hunn eng Roll an der Welt ze spillen




