Lëtzebuerg
Zesumme wuessen - CSV. De séchere Wee
2. Zesummen halen
2.7. Wunnraum fir jiddereen
Der Traum von den eigenen vier Wänden hat hierzulande eine besondere Tradition, wohl auch deswegen, weil die Verbundenheit der Luxemburger mit ihrem Boden in der Entwicklungsgeschichte unseres Landes stets eine große Rolle spielte.
Deswegen war und ist es unser Anliegen, dass die Menschen - ungeachtet ihrer Herkunft - sich in Luxemburg in ihren eigenen vier Wänden wohl fühlen. Damit das auch so sein kann, sind gewisse Bedingungen vorauszusetzen: Qualität und Preis der Wohnung, Attraktivität des Wohnumfeldes, Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes sowie der zentralen Versorgungseinrichtungen, um nur diese wenigen Beispiele zu nennen. Es ist eine unumstrittene Tatsache, dass mit der seit dreißig Jahren bestehenden Wohnungsbauförderung in Luxemburg die Lebensqualität der hier lebenden Menschen bereits stetig verbessert wurde. Die gesamten Beihilfen, die vom Wohnungsbauministerium in der letzten Legislaturperiode ausbezahlt wurden, belaufen sich auf 443 Millionen Euro. Zählt man die 957 Millionen Euro dazu, die aufgrund der reduzierten Mehrwertsteuer im Wohnungsbau für denselben Zeitraum anfielen, ergibt sich eine staatliche Beihilfe von insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Deswegen kennt kaum ein Land so viele Eigenheimbesitzer wie Luxemburg.
2.7.1. Wunnen, ee Mënscherecht
In den letzten Jahren kam es allerdings zu einer Verknappung und Verteuerung der Wohnfläche in Luxemburg. Der Wohnungsbaupakt wird diese Tendenz umkehren.
Wir werden uns aber auch verstärkt der Nachfrage nach Mietwohnungen zuwenden. Das neue Mietgesetz hat die Investitionen in die Mietwohnungen stark unterstützt.
Allerdings gibt es viele Mitmenschen, die aus sozioökonomischen Gründen weder zu einer Eigentumswohnung noch zu einer Mietwohnung auf dem regulären Markt kommen.
Die öffentlichen Bauträger, d.h. der "Fonds du Logement" und die SNHBM und Gemeinden, genauso wie die neu geschaffene "agence immobilière sociale" sollen hier Abhilfe schaffen.
2.7.2. Ökologesch bauen, rationell wunnen
In Zukunft soll das Prinzip der Nachhaltigkeit vermehrt berücksichtigt werden mit dem Ziel: "Wer heute in einen hohen ökologischen Standard investiert, spart in Zukunft viel Geld und schont zugleich die Umwelt."
Das kürzlich in Kraft getretene Gesetz über den Wohnungsbaupakt sowie der sich in Ausarbeitung befindliche sektorielle Wohnungsbauplan werden die Umsetzungsinstrumente einer derartigen zukunftsfähigen Wohnraumpolitik sein.
- "Energiesparen ist gut, ökologisch Bauen ist besser": Die nationale Wohnbauförderung soll künftig auf die Belange einer nachhaltigen Landes- und Siedlungsentwicklung, der Bauökologie, der nachhaltigen Energieversorgung und auf den sparsamen Gebrauch aller anderen Ressourcen - insbesondere Grund und Boden - ausgerichtet sein.
- "Luxemburg gestalten", unter diesem Motto soll das vorbildliche Bauen in Luxemburg gefördert werden. Demnach muss es für den privaten Hauseigentümer möglich sein, einen Architekten zu bestimmen und zu beauftragen, um die eigenen vier Wände zu gestalten und auszuführen.
- "Bauherren schützen", mittels einer Pflichtversicherung durch den Promotor für evtl. Gewährleistungsansprüche seitens des Bauherrn oder der späteren Erwerber von Gebäuden. Sie umfasst sowohl Gewährleistungsansprüche, die unter die zwei-jährige (R.C. biennale) als auch zehnjährige (R.C. décennale) Haftung fallen für Arbeiten, die der Herstellung von Bauwerken dienen.
- Der sogenannte "Miet-Kauf" stellt eine sinnvolle Alternative für Bauwillige mit unzureichenden finanziellen Eigenmitteln dar. Ein Teil der monatlich zu zahlenden Miete wird kapitalisiert und bildet so innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens die nötige Eigenkapitalsumme hinsichtlich der zum Erwerb der Immobilie notwendigen Kreditaufnahme.
- Die sogenannten "Einliegerwohnungen", d.h. eine zusätzliche Wohnung in einem Eigenheim, die im Vergleich zur Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist, sollen im Rahmen der Gesetzgebung über die Wohnungsbeihilfenzukünftig eine Berücksichtigung finden um beispielsweise als echte Wohnalternative für Studierende eines Universitätsstandorts staatlicherseits speziell gefördert werden zu können.
- Die institutionelle "Verrentung" der eigenen Wohnung zwecks Aufbesserung der Altersbezüge dürfte in Zukunft einen hohen Attraktivitätswert haben. Die Institution erwirbt die selbst genutzte Wohnung um den Besitzern im Gegenzug ein lebenslanges Wohnrecht sowie eine monatliche Rentenzahlung zu garantieren.
- Eine staatliche Wohnbeihilfe soll ebenfalls dann gewährt werden können, wenn bei unerwarteten Schicksalsschlägen wie Trennung, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit das Einkommen für die Miete oder die Kredittilgung schlagartig nicht mehr ausreicht.
- Zwecks Förderung des Zusammenlebens der Generationen sollen intelligent und altersgerecht konzipierte Programme entwickelt werden, damit Wohnen wieder vermehrt generationsübergreifend möglich sein kann.
Lëtzebuerg
- i. Intro
- 1. Zesumme schaffen
- 2. Zesummen halen
- 2.1. De Staat am Mëttelpunkt vun eiser Eegestännegkeet
- 2.2. Eng Schoul fir all Kanner a Familljen
- 2.3. A Generationen denken
- 2.4. An eis Gesundheet investéieren
- 2.5. Liewen ass e Geschenk
- 2.6. Sozial Sécherheet: Solidaritéit op Generatiounen eraus
- 2.7. Wunnraum fir jiddereen
- 2.8. Integration an Immigratioun ginn zesummen
- 2.9. Kultur verbënnt
- 2.10. Sport ass méi wéi Fräizäit
- 2.11. Am Déngscht vun der Gesellschaft
- 2.12. Eng lieweg Identitéit
- 3. Zesumme plangen




