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Lëtzebuerg

Zesumme wuessen - CSV. De séchere Wee

2. Zesummen halen

2.8. Integration an Immigratioun ginn zesummen

Luxemburg hat während Jahrhunderten durch und von der Immigration, aber auch der Emigration gelebt. Diese sukzessiven Ströme haben unser Land und unsere Identität geformt. Immigration ist also eine Bereicherung, besonders wenn sie in echte Integration mündet. Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein Vorgang in zwei Richtungen.

Das Immigrationsgesetz, das Integrationsgesetz, der Doppelpass, der "Congé linguistique", und die Reduzierung der Einschreibungsfristen für die Europa- und Gemeindewahlen sind in diesem Sinn Meilensteine der letzten Jahre. Wir wollen darauf aufbauen.

2.8.1. Zesumme liewen

Wir wollen die Integration über die Schule und die "Maisons Relais" fördern. Es ist wichtig, dass Kinder von klein auf ihre sprachlichen, kulturellen und ethnischen Differenzen als positive Chance erfahren und gestalten lernen.

Die CSV setzt sich ein für eine kritische Evaluation des formellen und informellen Lernens und Gebrauchs unterschiedlicher Sprachen in Schulen, Krippen und "Maisons Relais". Dabei soll das Prinzip der Mehrsprachigkeit gewahrt und dem Luxemburgischen als Kommunikationssprache mehr Bedeutung zugestanden werden.

Wir wollen des Weiteren:

  • Informationsspots über die Vielfältigkeit Luxemburgs, im Internet, Fernsehen, auf Bahnhöfen, Bürgerzentren, Flughafen, Museen, Krankenhäusern, Gemeinden und Ministerien ausstrahlen lassen;
  • Gütesiegel (Label) schaffen für Betriebe oder Gemeinden, welche Anstrengungen im Sinne der Integration betreiben;
  • die Medien stärker in die Integrationsarbeit einbinden; wir erwägen in allen Konzessionsverträgen Verankerung von obligatorischen Beiträgen zur Integration. Die Übersetzung der Nachrichten in Untertitel im Fernsehen ist ein erster begrüßenswerter Schritt;
  • die Vorteile und Chancen der kulturellen Vielfalt sowie der Integration in den Vordergrund stellen. Bei Abschluß des Integrationsabkommens mit der Gemeinde "Integrationspakete" an Nicht-Luxemburger überreichen, mit nützlichen Informationen über die Organisation des Landes, die Kultur, die ersten Schritte nach der Ankunft und mit Angabe von relevanten Anlaufstellen. Auf Gemeindeebene: fakultative Mehrsprachigkeit der wichtigsten Formulare, generelle Einführung der Ausländerkommission, aktives und passives Wahlrecht für alle ausländischen Mitbürger;
  • eine allgemeine Öffnung öffentlichen Dienstes, mit Ausnahme des Souveränitätsbereiches, für die EU-Bürger und für alle in Luxemburg geborenen oder aufgewachsenen Mitbürger ausländischer Nationalität;
  • regelmäßige Kampagnen zur Bekämpfung der latenten Ausländerfeindlichkeit, die sich in Vorurteilen und stereotypen Äußerungen ausdrückt;
  • die Chancen nutzen, die Luxemburg als Begegnungsort der Nationen hat (42% der Einwohner sind ausländische Mitbürger); in diesem Sinne auch die Luxemburger informieren über den kulturellen Reichtum, die Nicht-Luxemburger mitbringen;
  • weitere Konventionen mit Religionsgemeinschaften abschließen, die zahlreich vertreten sind und sich der Luxemburger Staats- und Werteordnung unterordnen;
  • die Immigration der verschiedenen Nationalitäten aufarbeiten.
2.8.2. Eng seriéis Asylpolitik

Luxemburg hat eine menschenfreundliche Asylpolitik verfolgt. Davon überzeugt besonders die Regularisierung der illegalen Einwanderer. Jedoch fließt der Flüchtlingsstrom stetig weiter. Die Mehrzahl der Flüchtlinge fallen aber nicht unter die Genfer Konvention. Deshalb verfolgen wir diese Ansätze:

  • Das neue Immigrationsgesetz schnellstmöglich umsetzen.
  • Die Aufnahmeprozedur überarbeiten und auf europäischer Ebene harmonisieren.
  • Luxemburg setzt sich dafür ein, dass es allen Menschen ermöglicht wird, in ihren Herkunftsländern ihre Zukunft zu sichern.
CSV. De séchere Wee.